Ein Original-Chat aus der Mathematik-Facebook-Gruppe von HAK-Steyr-Professor Kurt Söser (Profilbilder und Namen anonymisiert, aber dem Professor natürlich bekannt ;). Diese Facebook-Gruppen helfen Schülern dabei, gemeinsam Aufgaben zu lösen und bei Schwierigkeiten den Professor zu kontaktieren. Somit wird der Unterricht aus dem Klassenraum an der HAK Steyr hinausgetragen, und man lernt nicht allein zu Hause.Heute hat mich eine besonders tolle Nachricht erreicht: Die 3EK durfte bei “Presse macht Schule” einen Artikel über Facebook verfassen und da ich (wie in meinen anderen Klassen auch) Facebook-Gruppen als Kommunikationsplattform einsetze, wurde ich sogar namentlich in diesem Artikel erwähnt. Herzlichen Dank dafür an die Verantwortlichen und toll, das man auch die positiven Seiten von Facebook hervorgehoben hat.

Hier der Link zum vollständigen Artikel


Das nützliche Gesicht von Facebook

von Jennifer Hinterleitner und Margit Schallauer (DiePresse.com)

Facebook-Gruppe. Wenn ein soziales Netzwerk von einer ganzen Schulklasse für den Mathematikunterricht eingesetzt wird – und damit selbst Hausübungen ihren Schrecken verlieren. von Jennifer Hinterleitner und Margit Schallauer

[Steyr] Sonntagabend, 19 Uhr. Jenny H., Schülerin der dritten Klasse der HAK Steyr, sitzt vor ihren Mathematikunterlagen und lernt für eine Prüfung. Dass nebenher der PC läuft, ist für sie Alltag, ihrer Mutter Sonja hingegen ein Dorn im Auge.
Was Sonja H. nicht weiß, ist, dass ihre Tochter am Computer die Facebook-Gruppe ihres Mathematiklehrers Kurt Söser geöffnet hat und so mit Margit Sch. in Facebook chattet, die ebenfalls vor dem Laptop für die Prüfung lernt. Nach und nach kommen noch mehr Mitschüler in den Chat, stellen Fragen und erklären sich gegenseitig die Beispiele für Mathematik. So kann jeder bei sich zu Hause sein und trotzdem mit den anderen Ideen und Wissen austauschen.

 Ein Original-Chat aus der Mathematik-Facebook-Gruppe von HAK-Steyr-Professor Kurt Söser (Profilbilder und Namen anonymisiert, aber dem Professor natürlich bekannt ;). Diese Facebook-Gruppen helfen Schülern dabei, gemeinsam Aufgaben zu lösen und bei Schwierigkeiten den Professor zu kontaktieren. Somit wird der Unterricht aus dem Klassenraum an der HAK Steyr hinausgetragen, und man lernt nicht allein zu Hause.

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Sonja H. hat früher geglaubt, dass Facebook eine sehr gefährliche Plattform ist, doch Jenny hat sie überzeugt, dass sie sehr gut gesichert ist. Erwachsene können keine Minderjährigen bei der Facebook-Suche finden, und die jugendlichen Benutzer werden speziell gewarnt, nicht zu viele persönliche Daten preiszugeben. Außerdem kann man Personen, die keine oder nur wenige Informationen lesen sollen, speziell in den Privatsphäre-Einstellungen erwähnen.
Und anders als von vielen Erwachsenen behauptet, werden Netzwerke wie Facebook von Schülern nicht nur für Freizeitgespräche verwendet, sondern auch, um schulische Probleme und deren Lösungen untereinander auszutauschen. Manchmal geschieht das sogar mithilfe der Professoren, was die Klasse von Jenny und Margit mit ihrem Mathe-Professor Kurt Söser seit diesem Jahr mit ihrer Gruppe auf Facebook ausprobiert. Das ist möglich, weil jeder der Schüler ein Profil besitzt und dadurch in die Gespräche eingebunden werden kann. Mit dieser Methode kann man viel einfacher und zeitsparender gemeinsam und doch jeder für sich allein lernen.

Rasche Stundenplanänderungen

Zusätzlich ist es durch solche Medien möglich, bei kurzfristigen Änderungen im Stundenplan, bei Problemen vor Schularbeiten und Tests oder bei anderen Gelegenheiten mit dem Professor und den Mitschülern in Kontakt zu treten. Das ist ein doppelter Vorteil, da man nicht von allen Klassenkameraden eine Telefonnummer hat und Chatten in sozialen Medien nichts kostet. Außerdem sind viele Schüler in der Oberstufe sowieso den ganzen Tag, auch im Unterricht, über Smartphones und Laptops online und somit jederzeit und überall erreichbar.
Online-Netzwerke bieten eine gute Chance, Kontakte zu jeder Zeit und von jedem Ort aus zu knüpfen und zu pflegen. Das Grundprinzip ist bei vielen Netzwerken ähnlich: Der Nutzer legt ein Profil mit seinem Namen, einem Foto und weiteren Informationen über sich selbst an. Dann sucht er andere Mitglieder, die er kennt, und vernetzt sich mit ihnen. So findet man online alte Freunde oder Kollegen wieder, schaut nach, wen diese kennen, und tauscht Nachrichten mit ihnen aus.
Aber natürlich kann ein solches Profil auch Nachteile haben. Viele Betriebe bauen bei Bewerbungen nicht nur auf Zeugnisse, sondern suchen auch online Informationen über die Bewerber. Wenn man beispielsweise etwas Negatives auf Facebook oder anderen Netzwerken postet und der Chef der Firma das sieht, kann dies schwerwiegende Konsequenzen haben.
Internet-Netzwerke sind wichtig für den zukünftigen Arbeitsmarkt. Immer mehr Menschen werden mit solchen Plattformen arbeiten. Zum Beispiel können mit Google Docs, Windows Live oder Typewith.me Dokumente wie etwa Bilder, Word- und Excel-Dateien und vieles andere unter vielen Benutzern ausgetauscht und sogar aktiv gemeinsam bearbeitet werden. Dazu muss man inzwischen nicht einmal mehr das Haus verlassen.

Kostenersparnis für Firmen

Telearbeiter oder kleine Unternehmen schaffen es so, Kosten für EDV-Infrastruktur zu sparen, Projekte gemeinsam zu gestalten und ihre Zusammenarbeit zu optimieren. Man tauscht Erfahrungen aus und sammelt sie. Man ist nicht nur Konkurrent, sondern auch Partner. Das Beherrschen von Online-Medien wird so zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil in der künftigen Arbeitswelt.
Doch dafür ist es notwendig, dass die Mitarbeiter diese Netzwerke nicht nur kennen, sondern auch effektiv einsetzen und zum Vorteil des Unternehmens nutzen können. Das wird allerdings im derzeitigen Unterricht selten gefördert, sondern vielmehr unterbunden und als „schlecht“ angesehen, weil viele noch nicht begriffen haben, welche Chancen sich durch die richtige Anwendung von Online-Kommunikation eröffnen können – egal, ob es das gemeinsame Lernen oder aber die Zusammenarbeit von Unternehmen betrifft.

Netzwerke für Spezialinteressen

Immer mehr Netzwerke werden gegründet, um Benutzern gleicher Interessen eine Online-Kommunikationsmöglichkeit zu bieten. So können Spaß, Geschäftliches und persönliche Interessen von einander getrennt erlebt werden. Man kann konzentrierter arbeiten oder ohne Hintergedanken mit Freunden chatten.
Und übrigens: Die Mathematikprüfung bei Prof. Söser haben alle geschafft.