Seit diesem Semester habe ich ja auch an der HAK Steyr eine Lernzielorientierte Beurteilung eingeführt und nach den ersten Noten ist es Zeit für ein erstes Resümee.

Erstens ist mir aufgefallen, dass es sehr viel schwieriger ist und länger dauert, den S/S das System verständlich zu erklären, was wahrscheinlich daran liegt, dass Oberstufenschüler noch viel länger im “Schularbeiten-Mitarbeit-Hausübungs”-Kasten denken.
Weiters ist die Umstellung auf ein Punkteschema bei den einzelnen Lernzielen viel besser, um eine Unterscheidung in der Qualität der erreichten Ziele zu machen. Die daraus resultierende Notengebung erscheint zwar auf dem ersten Blick viel leichter (ist ja nur eine Summenbildung und anschließendes Vergleichen) jedoch entstehen dadurch teilweise ungerechte Beurteilungen.

Mir fiel auf alle Fälle auf, dass ich sehr viel Energie und Zeit in die LOB stecken musste, damit ich den erwünschten Lernerfolg bei den S/S erreiche. Rückblickend betrachtend ist natürlich ein “traditionelles” Beurteilungssystem etwas einfacher und nicht so Korrektur-intensiv, aber ich glaube, dass die Arbeit mit Lernzielen unterm Strich gesehen für die S/S gewinnbringender ist! Mal sehen, wie das am Ende vom Jahr aussehen wird.