Kurt Söser

Zum Schulstart mit Microsoft Teams

black smile - quadrat

"Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne..."
Hermann Hesse
Gedicht "Stufen"

Schulstart ist jedes Jahr wieder ein Neuanfang in vielerlei Hinsicht. Nicht nur für Schülerinnen und Schüler stellt die Umstellung von „Ferienmodus“ in „Schulmodus“ Anfang September eine große Herausforderung dar, sondern auch wir Lehrerinnen und Lehrer müssen – offen gesagt – uns erst wieder in den veränderten Tagesablauf einleben. Bei manchen geht das schneller oder langsamer, ich muss sagen, dass ich – auch aufgrund meinen sonstigen Tätigkeiten und Projekten, die mich auch während der Schulferien beschäftigen – relativ schnell wieder auf „Betriebstemperatur“ bin.

Die letzten Tage mit drei Workshops und zwei Meetings zu #kurtrocks edu.innovation.consulting-Schulentwicklungsprojekten haben meinen „Motor“ auch wieder richtig auf Touren gebracht.

 

10 Dinge, die Du zum Schulstart mit MS Teams beachten solltest!

Microsoft Teams ist seit zwei Jahren am Markt und hat nicht nur in der Business-Welt eine richtige Revolution ausgelöst, sondern auch dank der vielen, vielen nützlichen Tools seinen Siegeszug in den Schulen angetreten. Immer mehr Schulen und Lehrer entdecken die großartigen Möglichkeiten, die MS Teams bietet und wollen diese in ihren Klassen einsetzen.

Hier sind meine 10 Dinge, die Du zum Schulstart mit Microsoft Teams beachten solltest:

  • Kurs-Teams anlegen

    Beim Anlegen eines Teams für Deinen Unterricht musst Du unbedingt ein Kurs-Team auswählen!

  • Geeigneten Team-Namen verwenden

    Bei der Benennung des Teams gibt es ein paar Dinge zu beachten!
    Mein Tipp ist: Jahr - Klasse - Fach

  • Class Notebook anlegen

    Lege Dir unbedingt ein OneNote Klassennotizbuch an! Dies eröffnet Dir noch mehr Möglichkeiten, Deinen Unterricht zu organisieren.

  • Starte mit der Kommunikation

    Microsoft Teams ist als Gruppen-Kommunikations-Tool konzipiert und in der Klasse ist es empfehlenswert, den Einstieg genau über die Komunikationsebene zu beginnen

  • Brauchst Du wirklich ein Team?

    Ist es wirklich immer notwendig gleich ein ganzes MS Team zu erstellen? Oeer reicht vielleicht einfach auch ein Gruppen-Chat?

  • Behalte mit Kanälen den Überblick

    Kanäle bieten Dir die Möglichkeit, Deine Lernumgebung zu strukturieren. Hilf damit Deinen Schülern den Überblick zu behalten

  • MS Teams am Smartphone

    Lade Dir die die MS Teams App auf Dein Smartphone und Du hast jederzeit Zugriff auf Dein Klassenteam!

  • Connectoren, Apps, Registerkarten

    So richtig mächtig wird MS Teams erst, wenn Du mithilfe der zahlreichen Connectoren, Apps und Registerkarten die jeweiligen Kanäle erweiterst und mit Inhalt befüllst

  • Aufgabenmanagement

    Ein Learning Management System ist erst dann ein Learning Management System, wenn der Lernprozess damit verwaltet wird. Das bedeutet es braucht eine Steuerung der Aufgaben

  • Benachrichtigungen einstellen

    In MS Teams kannst Du Dir die Benachrichtungen sehr genau und fein einstellen. Damit versäumst nix Wichtiges und wirst auch nicht "zugemüllt"

Kurs-Teams anlegen

Möchtest Du mit Deiner Klasse wirklich alle Möglichkeiten eines Learning Management Systems ausnutzen, dann musst Du gleich beim Anlegen eines Teams ein Kurs-Team auswählen. 

  • Nur mit einem Kurs-Team erhältst Du die Möglichkeit zwischen Schüler und Lehrer zu unterscheiden (Schüler= Mitglieder, Lehrer = Besitzer)
  • Nur in einem Kurs-Team steht Dir ein OneNote Class Notebook (Kursnotizbuch) zur Verfügung
  • Nur in einem Kurs-Team hast du im Kanal „Allgemein“ die Registerkarte „Aufgaben“, die es Dir ermöglicht „Assignments“ Deinen Schülern zuzuweisen. Genau das ist für ein Learning Management System aber essential.
ACHTUNG: Im Nachhinein lässt sich die Team-„Art“ nicht mehr ändern!

geeigneten Team-Namen verwenden

Ganz wichtig ist gleich zu Beginn den geeigneten Team-Namen zu verwenden! Dabei gebe ich Dir folgende Überlegungen mit:

Du kannst die Klassen nach zwei Gesichtspunkten benennen/erstellen, um eine eindeutige „Kennung“ zu erhalten: Man könnte die Klasse nach „Eingangsjahr“ oder Abschlussjahr bezeichnen, also z.B. „2024 – Klasse A“ für den Maturajahrgang 2024.

Damit ergibt sich aber wieder folgende Probleme:

  • Jeder Lehrer muss wieder zum Rechnen anfangen, wann die Klasse die Schule verlässt bzw. wann diese eingetreten ist.
  • Bei eventuellen Klassenzusammenlegungen bleibt der Name einer Klasse und es ist auch mühsam, die bestehenden Inhalte auf ein Team/eine Gruppe zusammenzuführen.
  • Das gleiche gilt für Schüler.
    z. B.: ein Schüler ist nun drei Jahre in einer Klasse=in einem Team/Gruppe gewesen und hat dort drei Jahre lang seine Materialien und Aufgaben und noch vieles mehr erstellt und auch abgelegt. Jetzt muss er aber jetzt die Klasse wiederholen, dann müsste er ja naturgemäß aus der bestehenden Klassengruppe herausgenommen werden und in die nächste Klasse (=Gruppe) hinzugefügt werden und verliert so seine Materialien und vieles mehr. In beiden Gruppen kann er nicht gelassen werden.

Somit bleibt eigentlich nur noch eine vernünftige Variante übrig, um mit Teams in der Schule zu arbeiten:

Eine Gruppe pro Klasse pro Jahr/Semester

bzw. bei der Verwendung von Microsoft Teams als Learning Management System gilt weiters:

Eine Gruppe pro Klasse pro Fach pro Jahr/Semester

Würde es nur ein Team pro Klasse geben, dann bedeutet das zwar, dass alle Schüler in einer Klasse beisammen sind, aber auch ALLE Lehrerinnen und Lehrer der Klasse im selben Team sind. Das bedeutet, dass alle, alle Unterhaltungen sehen, sich alle EIN OneNote Class Notebook teilen müssen und auch alle mit EINER Aufgabenverwaltung arbeiten müssen. Das ist in der Praxis NICHT zielführend!

Das bedeutet natürlich, dass es im Laufe der Zeit sehr viele Gruppen/Teams geben wird, was aber trotz alledem einfacher zu administrieren ist.

Für einen Schüler könnte das dann so aussehen, wobei die in grau dargestellten Teams „allgemeine“ Klassenteams darstellen, die z.B. für organisatorische Dinge verwendet werden können.

Setzt Du also in der Schule Microsoft Teams als Learning Management ein, so gibt es für jedes Jahr/Semester[1] pro Fach ein Microsoft Team, das zusätzlich noch den Fachnamen trägt. Gibt es mehrere Gruppen pro Fach, kann diesem Umstand mit dem nachgestellten Lehrerkürzel oder mit Nummern noch Rechnung getragen werden. 

Die Gruppen bleiben solange erhalten, wie lange die betreffenden Schüler in der Schule sind und verlassen die Schüler z.B. des Abschlussjahrgangs 2022 die Schule können alle zugehörigen Gruppen (und damit auch die Inhalte) entfernt werden.

[1] Gerade aus Sicht der Modularisierung der Oberstufe macht das Sinn, um jedes Semester=Modul auch sauber abschließen und verwalten zu können.

School Data Sanc

Mit dem SDS-Tool (School Data Sync – zu finden im Admin Center) ist es auch möglich, nicht nur Benutzer, sondern auch Lehr- und Lerngruppen automatisiert zu erstellen. Dies ist insbesondere bei Verwendung von Office 365-Gruppen, SharePoint-Seiten und Microsoft Teams basierten Lerngruppen effizient. Damit können einfach die Microsoft Teams automatisiert angelegt und „bestückt“ werden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese automatische Synchronisation (Anlegen von Gruppen, User, Teams, …) zu realisieren, wovon aber leider aufgrund der Rahmenbedingungen[2] (in Österreich) nur die Variante über SDS formatierte CSV-Dateien durchführbar ist.

OneNote Class Notebook anlegen

Ein Kurs-Team bietet Dir die Möglichkeit ein OneNote Class Notebook zu verwenden. Obwohl ein Kursnotizbuch  direkt auch aus der Office 365-Übersicht erstellt werden kann gibt es einen kleinen, aber sehr wichtigen Unterschied zwischen diesen beiden Kursnotizbüchern:

  • Ein über die App „OneNote Class Notebook“ erstelltes Notizbuch wird immer auf Deinem OneDrive for Business unter „Kursnotizbücher“ angelegt und ist somit an Deinen Account „gebunden“. Das bedeutet, dass im Falles eines Account-„Verlusts“ – also weil Du z.B. die Schule verlässt und Dein Office 365-Account wird daraufhin gelöscht, die Schüler das gesamte Kursnotizbuch verlieren. Auch ist bei einem Lehrerwechsel das „Übertragen“ des Kursnotizbuches auf einen anderen Lehrer etwas „aufwändiger“, wenngleich mit diesem Tool möglich
  • Ein über/in MS Teams erstelltes Notizbuch liegt auf der zum Team zugehörigen SharePoint-Website (und zwar unter „Websiteobjekte“ – genauer unter
    TENANT-NAME.sharepoint.com/sites/TEAMNAME/SiteAssets/  )
    Dort ist es praktisch unabhängig von Deinem Office 365 gespeichert und besteht solange das Team besteht. Ein Lehrerwechsel ist zum Beispiel ganz einfach erledigt, indem man einfach zum Team einen neuen Lehrer hinzufügt. 
Es ist (zur Zeit) nicht möglich, ein bestehendes OneNote Class Notebook in ein Team zu integrieren, aber Du kannst die Inhalte sehr einfach reinbringen.
Beim Erstellen des Kursnotizbuchs kann nämlich ab sofort auch auf bestehende Inhalte zurückgegriffen werden. Das ermöglicht das Reinkopieren von früheren Abschnitten und Inhalten aus allen (!) anderen OneNote-Notizbüchern, die im Deinem Besitz sind:

OneNote Intensivkurs

Möchtest Du mehr über OneNote erfahren und wie Du das meiste für Deinen Unterricht rausholst? Dann lade ich dich herzlich zu meinem sechswöchigen Webinar "OneNote-Intensivkurs für Lehrerinnen und Lehrer" auf der o365school ein, das am Montag 16. September beginnt!

Starte mit der Kommunikation

Microsoft Teams wurde als Chat-basiertes Kommunikationstool konzipiert, das zwar viele, viele andre Möglichkeiten bietet, jedoch beginne ich immer mit meinen Klassen bei den Unterhaltungen. Ich empfehle Dir, dass Du mit Deinen Schülerinnen und Schülern eine kleine Einführung in die Unterhaltungen machst, und dann nach und nach immer mehr Features und Tools einsetzt. 

Weiters ist es sehr sinnvoll, wenn die Kids die kostenlose Smartphone App von MS Teams sich installieren. Klassen-WhatsApp-Gruppen  gehören so der Vergangenheit an.

Am Anfang wird natürlich alles ausprobiert was geht von den Schülerinnen und Schülern und Du kannst Dich darauf einstellen, dass die GIFs, Memes und Emoticons einmal die Unterhaltungen fluten werden. Im Laufe der Zeit „ebbt“ das ab und die Erfahrung hat auch gezeigt, dass die Schülerinnen und Schüler auch ab und zu einen „sanften Druck“ brauchen, um Teams als primäres Klassenkommunikationtool zu verwenden. 

 

Drei Tipps:

  • Verwende für wichtige Informationen ein tolles neues Feature von Microsoft Teams, nämlich die Ankündigungen. Damit wird die Kommunikation etwas strukturierter, indem Du Header-Bilder hinzufügst, und die Schülerinnen und Schüler finden etwas besser die notwendige Informationen im Unterhaltungsstream.
  • Arbeite mit Mentions: Erwähne die Klasse oder einzelne Schüler mit dem @-Zeichen. Damit wird jeder mit einem Banner und einer Benachrichtungen auf die Nachricht hingewiesen.
  • Lass Schülerinnen und Schüler das Lesen mit „Likes“ bestätigen.
    Da es (noch) keine Lesebestätigung in MS Teams gibt, ist ein gangbarer Weg um sicherzustellen, dass Schüler Dinge gelesen haben, dass sie die Nachricht mit einem „Like“ versehen.
    Dadurch erhältst Du auch einen Überblick, wer diese Nachricht schon gelesen hat und wer nicht.

Brauchst Du wirklich ein Team?

Nur weil es MS Teams heißt, musst Du nicht für jede Gruppe, die mal schnell zusammenarbeiten möchte, gleich ein Team erstellen!

Allzu schnell werden viele Office 365-Features ohne lange zu überlegen in den Klassen eingesetzt und gerade in meinen Workshops merke ich immer wieder, dass es zu einer wahren Inflation von OneNote-Notizbüchern und MS Teams kommt. 

Da ja mit jedem Team zugleich eine Office 365-Gruppe und eine dahinterliegende SharePoint-Website angelegt wird, ist es gut zu überlegen, ob die damit verbundene Features auch wirklich gebraucht werden, oder ob man hier mit „Kanonen auf Spatzen schießt“. Vielleicht möchtest Du ja nur kurz einen Gruppenchat aufmachen, ein paar Dokumente austauschen usw. Dafür brauchst Du gar keine eigenes Team aufmachen, sondern kannst das ganz einfach im Chat von MS Teams einen Gruppenchat starten.

Der Gruppenchat bietet Dir ja auch sofort die Möglichkeit nicht nur Konversation zu betreiben, sondern auch Dateien und Dokumente auszutauschen.

Das Tolle dabei ist, dass in der Registerkarte Dateien alle Dateien in diesem Gruppenchat gesammelt dargestellt werden und jeder sofort darauf zugreifen kann (auch mit Bearbeitungsrechte!). Weiters kannst Du hier auch Apps und Registerkarten hinzufügen und so im Gruppenchat allen wichtige Dinge auch von externen Webseiten und Apps zur Verfügung stellen. (siehe Connectoren, Apps, Registerkarten)

Gerade für so „kleine“ Zusammenarbeiten, die rasch und schnell erledigt werden müssen, sind Gruppenchats oft vollkommen ausreichend. Sobald Du aber mit einer ganzen Klasse arbeitest, ist es jedoch geschickter ein eigenes Team dafür zu erstellen.

 

Behalte mit Kanälen den Überblick

Jedes Team bietet die die Möglichkeit noch weitere sogenannte „Kanäle“ zu erstellen. Damit kannst Du Deinen Unterricht organisieren und gliedern. 
Der Kanal „Allgemein“ ist in jedem Team immer vorhanden und kann auch nicht entfernt werden. Dort befindet sich auch direkter Zugang zum OneNote Class Notebook und zu den Aufgaben.

Ich empfehle Dir, den Kanal „Allgemein“ wirklich nur für allgmeine Dinge zu verwenden und sofort weitere Kanäle anzulegen. (Klick auf die drei Punkte neben dem Team-Namen und dann Kanal hinzufügen).

Ich persönlich verwende Themen-orientierte Kanäle, die eben auch meiner Unterrichtsplanung entsprechen, Du kannst natürlich aber auch Kanäle wie nach Monaten, Wochen oder sogar je Unterrichtseinheit erstellen (die Anzahl der Kanäle ist zur Zeit auf 200 begrenzt – es ist nicht möglich Unterkanäle zu erstellen!).

Beim Erstellen von Kanälen setze ich auch immer das Häkchen bei „Diesen Kanal automatisch in der Kanalliste aller Benutzer anzeigen“, damit dieser auch sofort und dauernd bei den Schülerinnen und Schülern eingeblendet wird.

 

 

Private Kanäle

Microsoft bietet – wie schon länger angekündigt – sehr bald allen Besitzern von Microsoft Teams die Möglichkeit an, Private Kanäle zu erzeugen.

Dadurch können dann nur bestimmte Personen im Team auf den Kanal zugreifen (den anderen wird dieser sogar verborgen). 

Ein Einsatzszenario wäre hier zum Beispiel mit verschiedenen Gruppen zu arbeiten, eine andere Idee wäre, dass ein privater Kanal zum geschützen Austausch mit einem zweiten Klassenlehrer genutzt werden kann.

Apps, Connectoren und Registerkarten

So richtig mächtig wird Microsoft Teams erst mit den ganzen Apps, Connectoren und Registerkarten. 

Du kannst einfach auf das PLUS in jedem Kanal klicken und dort eines einer Fülle von Apps und Connectoren auswählen. Es gibt zahlreiche bekannte Apps aus dem Education-Bereich und schon allein die Einbettung einer Webseite ermöglicht ein völlig anderes Arbeiten mit Microsoft Teams. 

Durch die Registerkarten kannst Du so gut wie alle Dinge in Dein Klassen-Team holen und Deine Schülerinnen und Schüler müssen nicht mehr wieder Inhalte in anderen Fenstern und Browsern aufmachen. Teams wird hier zum echten „one-stop-shop“ für Deinen Unterricht

 

So liebe ich es, dass ich hier die Möglichkeit habe, mit meinen Schülerinnen und Schüler zu einer Webseite, zu einem Dokument oder zu einer App eine Unterhaltung aufzubauen. Damit bleibt alles einerseits innerhalb des Klassenteams und es ist auch die Kommunikation mit dem jeweiligen Inhalt verbunden.

Eine weitere Empfehlung kann ich Dir für Flipgrid, Quizlet, Wakelet, Forms und natürlich OneNote abgeben. Schau Dir diese Apps einmal genauer an und Du wirst merken, dass sie Deinen Unterricht enorm bereichern können.

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flipgrid

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Wakelet

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Aufgabenmanagement

Es gibt da draußen ja unglaublich viele Learning Management Systeme. In den meisten Fällen werden die in den Schulen verbreiteten Learning Management Systeme ja als „Dokumentenschleuder/-parkplatz“ verwendet und in seltenen Fällen werden diese digitalen Plattformen eingesetzt, um das Lernen „zu managen“. Zu viele Kollegen verwenden Moodle & Co als Speicherplatz, wo sie Dateien hinstellen, die die SchülerInnen „…sich runterladen sollen…“. Das können Online-Speicher wie OneDrive, Dropbox und Google Drive einfacher und effektiver, dazu braucht man kein LMS. In manchen Fällen reicht es natürlich aus, eine reine Datei-Plattform in der Klasse zu etablieren und mit OneDrive for Business ist das ja auch sehr rasch und bequem erledigt, doch mit Microsoft Teams bekommt man als Lehrer in der Office 365 eben noch mehr Dinge mitgeliefert.

Selten werden die so mächtigen Funktionen von Learning Management Systemen wie Kommunikation oder Quizfunktionen genutzt, um Aktivität und Partizipation innerhalb und außerhalb des Unterrichts zu ermöglichen und zu fördern.

Entscheidend ist für mich, dass mit einem LMS auch wirklich der Lernprozess digital begleitet werden kann. Ein wichtiger und notwendiger Teil dabei ist, die Aufgaben (Arbeitsaufräge, Hausübungen,…) auch wirklich digital zu verwalten können. Jedes LMS muss in meinen Augen den Prozess „Austeilen-Einsammeln-Korrigieren-Zurückgeben/Feedback geben“ auch wirklich sauber und einfach abbilden und ich muss das Ganze auch noch mit Datum und Beurteilung versehen können.

Meine persönliche Definition eines Learning Management Systems

Aufgaben mit MS Teams erstellen

Die Aufgabenerstellung und wurde  im Sommer von Microsoft überarbeitet und ist nun noch übersichtlicher geworden. Du kannst hier nicht nur den klassischen Arbeitsauftrag „Mach x,y,z und gib mir das ab!“ erstellen, sondern mithilfe der Ressourcen schon digitale Arbeitsblätter und Unterlagen (Links, Meiden,…) austeilen und auch wieder digital Dir abgeben lassen.

Neben der einfachen Bepunktung kannst Du auch Rubriken zur Beurteilung erstellen und natürlich auch die Fälligkeit einstellen. Ich verwende immer häufiger nun auch die Funktion „Zuweisung für die Zukunft“, um Aufgaben erst zu einem bestimmten Zeitpunkt aufzugeben.

Eine Übersicht über alle Aufgaben wird Dir auch gleich mitgeliefert, ein noch übersichtlicheres „Gradebook“ wird in naher Zukunft von Microsoft implementiert, dann hast Du auf einen Blick alle Informationen, die Du für die Entwicklung Deiner Schülerinnen und Schüler brauchst.

 

Benachrichtungen einstellen

Einer meiner Geheimtipps ist: Stelle Dir die Benachrichtigungen so ein, dass Du nix Wichtiges versäumst, aber auch so, dass Du nicht dauernd abgelenkt wirst. 

Gerade wenn Du mit Schülerinnen und Schüler mit Microsoft Teams beginnst ist es meiner Meinung nach wichtig, dass diese Plattform auch regelmäßig von den Kids benutzt wird und so kann es oft hilfreich sein, dass sie den „sanften Druck“ spüren, dass das Klassen-Team der zentrale Ort Deines Unterrichts ist.

Benachrichtigungen sind hier sehr hilfreich (wie oben schon geschrieben in Zusammenhang mit den Erwähnungen.

Ich selbst habe mir die E-Mail Benachrichtigungen mittlerweile abbestellt, da ich Microsoft Teams als App am Smartphone und auch am PC jeden Tag offen habe und somit hier auch immer reinschauen kann. Aber Achtung: Das heißt nicht, dass ich rund um die Uhr erreichbar bin und erreichbar sein muss. Ganz im Gegenteil, ich beschließe immer noch selbst, wann ich hier auf Neues reagiere.

Dazu ist auch die Einstellung des Status von Vorteil, damit andere gleich merken, ob man Zeit hat oder nicht.

 

MS Teams am Smartphone/Tablet

Wie soeben erwähnt ist MS Teams bei mir auf meinem Surface und meinem Smartphone als App installiert. Damit kann ich geräteunabhängig meine Teams verfolgen und bleib so am Ball.

Auch muss ich hier bemerken, dass gerade am PC die App noch mehr Features hat, die sonst im Browser (noch) nicht funktionieren, wie zum Beispiel die Video-Telefonie. Es lohnt sich auf alle Fälle MS Teams als App hier herunterzuladen und zu installieren, Teams startet sich dann bei jedem Computer-Neustart automatisch mit und so brauch ich mich auch nicht immer einloggen und anmelden.

In den letzten Monaten ist auch immer mehr die Besprechungsfunktion zum absoluten Highlight für mich geworden, da ich so ganz einfach und rasch per Video-Call mich mit anderen Leuten vernetzen kann.

Noch vieles mehr...!

Natürlichg gäbe es noch vieles mehr zum Einsatz von Microsoft Teams zu berichten. Aber dieser Blogpost ist eh schon viel zu lang… 😉

Alleine die Möglichkeiten, die bestehen, die gesamte Schule mit Microsoft Teams abzubilden und organisatorisch drauf aufzubauen sind in meinen Augen grenz-genial.

In meiner Schule (HAK Steyr) bereite ich gerade eine vollständige Transformation der organisatorischen Prozesse nach MS Teams vor (dazu später einmal mehr) und Ziel ist es hier nicht nur ein Lehrer- und Lehrerinnen-Team zu haben, wo alle Formulare, Infos, Dateien, Kommunikation,… zu finden ist, sondern eben auch ARGEs und Schul-Entwicklungsteams hier ihren Platz finden.

Als Consultant gebe ich mein Wissen sehr gern weiter, wenn Du hier etwas Ähnliches mit Deiner Schule planst. Zögere nicht und schreib mir einfach eine Anfrage!

 

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2 Comments
Hardy Krause 11. September 2019
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Ich giere nach neuen Informationen, da ich Onenote in Kombination miT Teams einsetze. Sehr guter Beitrag! Allerdings gibt es noch einige Kinderkrankheiten. Die Kursnotizbücher können in der Onenote-App beim ersten Mal nicht direkt zu Onenote hinzugefügt werden. Es wird endlos gesucht (vielleicht sogar nur ein Firewall-Problem???). Wenn die SuS in der Webplattform Onenote-Kursnotizbuch aufrufen, dann starten sie über den Link die App und ab da geht es. Sehr merkwürdig.

Hammerl Helmut 11. September 2019
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